Versicherungen - Vorsorge - Finanzen

  • Grundzüge der D&O-Versicherung

    Die D&O-Versicherung ist eine Berufshaftpflicht-Versicherung für die gesetzlichen Vertreter von Unternehmen. Sie schützt Geschäftsleitungsorgane (Geschäftsführer, Vorstände) und Kontrollgremien (wie Aufsichtsrat, Beirat).

    Sie ist eine Haftpflicht-Versicherung, was bedeutet, dass sie die Inanspruchnahme dieser gesetzlichen Vertreter auf Schadensersatz wegen Verletzung gesetzlicher Bestimmungen in Ausübung der beruflichen Tätigkeit zum Gegenstand hat. Für solches Fehlverhalten haften die Unternehmensleiter rechtlich im vollen Umfang und mit ihrem gesamten Privatvermögen. Gedeckt sind Pflichtverletzungen, die zu Vermögensschäden führen. Die D&O-Versicherung deckt nicht die Inanspruchnahme des Unternehmens selbst, sondern nur die der Unternehmensleiter persönlich. Die D&O-Versicherung wurde bisher lediglich als Firmenpolice angeboten. Dabei wird das Unternehmen selbst zum Versicherungsnehmer, zahlt die Prämie und schützt sich dadurch vor Fehlverhalten der Unternehmensleiter, weil wegen der Höhe der möglichen Schäden die Finanzkraft der einzelnen Unternehmensleiter im Regelfall nicht ausreichen wird, um den Schaden auszugleichen.

    D&O ist eine Abkürzung für Directors (= gesetzliche Vertreter) und Officers (= leitende Angestellte). Die D&O-Versicherung ist seit Jahrzehnten im Ausland, insbesondere in den USA und Kanada, verbreitet. Dort sind Spitzenmanager nur dann bereit, für ein Unternehmen zu arbeiten, wenn eine D&O-Versicherung abgeschlossen ist. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass auch fast alle großen Unternehmen in Deutschland für ihre Spitzenmanager eine solche Versicherung abgeschlossen haben. Aber neben den Industriebetrieben und Großkonzernen gibt es in Deutschland weitere 10.000 kleine Aktiengesellschaften sowie rund eine Million GmbHs und GmbH & Co. KGs.

  • D&O Versicherung